STATISTIKJAHR 2017
EINSÄTZE  GESAMT19
TECHN. EINSÄTZE10
BRANDEINSÄTZE3
SONSTIGE6
Sie befinden sich hier:Home/Sachgebiete/Atemschutz
LM Eisner
"Die Anwendung von Atemschutzgeräten liegt in der Notwendigkeit des Eindringens in Zonen mit Schadstoffen oder mit Sauerstoffmangel zum Zwecke der Hilfeleistung"

Atemschutzgeräte sind quasi die Lebensversicherung für Feuerwehrmitglieder. Wenn es nämlich "heiß" hergeht, müssen sich die Helfer selbst auch schützen. Dies geschieht durch das "Abkapseln" von der Umgebungsluft durch das Mitführen eines eigenen Luftvorrats. Man unterscheidet zwischen umluftabhängigen Atemschutzgeräten (ein aufgeschraubter Filter soll die Schadstoffe aus der Luft filtern) und umluftunabhängigen Atemschutzgeräten (über den so genannten Lungenautomat wird die mitgeführte Atemluft aus der Luftflasche am Rücken in die Maske des Trägers geleitet).

Um möglichst effektiv löschen zu können, gilt es den Brandherd möglichst schnell zu finden und eben diesen zu bekämpfen. Ohne den Einsatz von Atemschutzgeräten wäre dies auf Grund der giftigen Brandgase nicht möglich, eine weitere Verbesserung stellen Wärmebildkameras dar, mit deren Hilfe sozusagen durch die Rauchwand hindurch geblickt werden kann. Ein enormer Zeitgewinn im Atemschutzeinsatz, der letztendlich ein schnelleres Auffinden von vermissten Personen ermöglicht.

Da Atemschutzträger einen Brand meistens an vorderster Front bekämpfen, ist diese Tätigkeit eine große Herausforderung, mitunter aber auch sehr gefährlich. Ganz klar, das solche Kameraden körperlich und mental topfit sein müssen. Das Tragen der rund 20 Kilogramm schweren Ausrüstung erfordert viel Kraft, das Arbeiten direkt am Feuer bei starkem Lärm, großer Hitze und gelegentlich bei vollständiger Dunkelheit oder Orientierungslosigkeit (im dichten Rauch) ein starkes Nervenkostüm.

Die Ausbildung der Atemschutzträger mit speziellen Kursen, Brandcontainer- übungen, sowie ständigen Übungen in der Wehr, zählt zu den intensivsten im Feuerwehrdienst. Auch eine genaue ärztliche Untersuchung alle 3 Jahre ist für diese Funktion Pflicht.

Die Freiwillige Feuerwehr Kühwiesen hat momentan 13 ausgebildete Atemschutzträger in der Wehr, welche bestens ausgebildet für Ihre Sicherheit bereitstehen.

Die Atemschutzträger der FF-Kühwiesen

stehend von links: Derler Josef, Unger Reinhold, Unger Johann, Leitgeb Franz, Klamminger Ernst, Ulrich Christian, Unger Franz

hockend von links: Eisner Johann, Derler Herbert, Kriendlhofer Andreas, Rieger Hubert, Jantscher Peter

nicht auf dem Foto: Reiter Franz

 

Fit for firefighting
Fit for firefighting

Um für den Einsatzfall gerüstet zu sein, bedarf es neben dem Fachwissen im Bereich Atemschutz, auch einer gewissen Grundkondition, was den Körper betrifft. Aus diesem Grund veranstaltet die FF-Kühwiesen seit nunmehr 5 Jahren einen Lauftreff für die Atemschutzträger, sowie alle interessierten Feuerwehrkameraden.

  • Lauftreff

Gelaufen wird einmal in der Woche ab Ende Oktober bis Anfang Mai. Das Training wird in gemäßigtem Tempo ca. 1 bis 1 1/2 Stunden durchgeführt, wobei auch Aufwärm- und Dehnungsübungen zum Programm gehören.

Natürlich kann man sagen, einmal in der Woche zu trainieren ist nicht viel, aber besser als wenn man gar nichts macht. Alle Kameraden die an unserem Training bis jetzt regelmäßig teilgenommen haben, meinten einstimmig, dass sie sich konditionell besser fühlen.

Deshalb nochmal der Aufruf an alle Gesundheitsbewußten: Macht mit beim Lauftreff, dann werdet auch ihr  " fit for firefighting "

Wussten Sie...

"... daß es neben dem klassischen Feuerwehrmann viele Spezialisten in unserer Wehr gibt mit interessanten Aufgabengebieten wie Atemschutz, Funkwesen, Sanitätswesen, Jugendarbeit...?"

 

"...daß ca. 30% der Gesamtstunden im Feuerwehrjahr für Übungen, Ausbildung und Schulungen aufgewendet werden?"